Die Neutralität Österreichs hat ihre Wurzel in der Nachkriegszeit. Sie wurde 1955 beschlossen, als Bedingung für den Rückzug der sovjetischen Armee, die in Österreich seit dem Jahr 1945 anwesend war. Diese "immerwährende Neutralität" war in der 50-er Jahren Garantie für Unabhähgigkeit und Demokratie, hat aber bis in die heutige Zeit eine ganz andere Bedeutung und Konsequenzen bekommen. In der 50-ern war die Neutralität.ein notwendiges Ergebniss der politischen Situation in Mitteleuropa. Für Österreich selbst war diese aber gar nicht vorteilhaftlich. Das traditionell konservative Österreich hat sich nämlich deswegen von seiner Umgebung noch mehr abgeschlossen.
Da Österreich an keine militärische Organisationen teilgenommen hat, muss es keine eigene Einstellung zu den wichtigen und aktellen Problemen haben, weil diese Ereignisse Österreich gar nicht beeinflussen. (Auβer der militärischen Verpflichtungen im Rahmen der EU, die aber nie aktuell waren und höchstwahrscheinlich auch nie sein werden). Allerdings, jedes demokratische Land braucht, dass seine Bevölkerung eine eigene Meinung hat. Sonst hat das Volk keinen Grund zu den Wahlen zu gehen. Daher, um die Einwohner bei den Wahlen zu motivieren, beschäftigt sich die politische Szene mit Fragen, die in einem normalen Mitglied der internationalen Gemeinde und unter der normalen Umständen niemanden interessieren würden.
Es ist kein Zufall, dass der tschechische Kunstler David Černý in seinem Kunstwerk Entropa Österreich als grüne Wiese mit vier Kühltürmen dargestellt hat. Die Einstellung Österreichs zur Atomkraftenergie ist ein typisches Beispiel für die Frage, die ein nicht-neutrales Österreich nie interessieren würde. Es ist eine Nationalblamage Österreichs als Heimatland von solchen Personen wie Wolfgang Pauli oder Erwin Schödinger, dass schon das Wort "Temelín" oder momentan "Jaslovské Bohunice" die absolute Mehrheit der Österreicher auf die Palme bringt. Obwohl die Atomenergie als der modernste und haltbarste Kraftquelle anerkannt wird, kämpft Österreich schon seit zehn Jahren gegen die Atomkraftwerke mit allen Mitteln, die seine so genannte Neutralität ermöglicht. Es ist ein Fehler der Politiker, die Österreich in einem ausserpolitischen Hybrid-Zustand halten. Sie sind verpflichtet die Probleme richtig zu interpretieren, und Österreich in die Welt einzuführen, und nicht ins Gegenteil, wie es momentan geschieht.
Přihlásit se k odběru:
Komentáře k příspěvku (Atom)

2 komentáře:
to si sem rovnou mohla naskenovat nějaký článek z jakéhokoli časopisu (klidně i předpověď počasí a rosný bod), bo tomu prdlačku rozumím :)
Scopek
Lucko, je mi lito, ale nevim jestli jsi pochopila nas spravne... ale nemuzu to vyjadrovat v cestine...
wir interessieren uns nicht erst seit 10 jahren für die atomenergie und deren ablehnung, sondern wir hatten unser erstes atomkraftwerk lange vor dem ersten tschechischen kraftwerk fertig(zwentendorf, 1978). zugegebenermaßen hatte die damalige csfr mit bohunice schon ein kraftwerk. ABER: wir treten doch nicht so stark gegen atomkraftwerke ein, weil uns unsere politiker falsch informieren oder gar polarisieren! wer sagt dir bitte, dass die atomkraft so sauber ist? weißt du woher das brennmaterial kommt, das in den reaktoren gespalten wird? in frankreich zum beispiel beziehen sie das brennmaterial aus dem afrikanischen land mali. die arbeiter dort wissen nicht mal, dass sie verstrahlt werden, wenn sie in die uranminen gehen! außerdem: hast du dir schon einmal überlegt, was mit dem ausgebrannten uran passiert? die hunderten tonnen radioaktiven zeugs, das jahrein jahraus auf der ganzen welt produziert werden? es gibt auf der welt kein einziges endlager für radioaktiven müll. das heißt, niemand weiß wohin mit dem müll. also ich muss dich wirklich bitten, dass du versuchst unsere situation zu verstehen. wir wollen einfach nicht, dass wir eine energiequelle in unserem land nutzen, die so viele fragen aufwirft, die wir rein gar nicht beantworten können! und betreffend der "sauberkeit" der atomenergie: wenn du dir den atommix unserer beiden länder (CZ und AT) mal anschaust, wirst du vielleicht sehen, dass wir mehr als die hälfte unserer energie aus wasserkraft beziehen. das ist der weltweit (!) zweitbeste wert nach norwegen. also, ich glaube du kannst AT viel vorwerfen, aber nicht, dass es nicht über umweltfreundliche technologien nachdenkt!
aber ich muss abschließend auch eines sagen. so ernst, wie die tschechen denken, dass wir eure atomkraftwerke nehmen, tun wir das sicher nicht. ich glaube nicht, dass sich auch nur ein tiroler ernsthaft über temelin den kopf zerbricht. andererseits habe ich gerade in die tschechischen techniker großes vertrauen und halte einen unfall wie in cernobil für sehr unrealistisch in eurem land. ich möchte nur, dass du den österreichischen standpunkt in sachen atompolitik nicht mit unserem neutralitätsproblem vermischst. das hast du nämlich sicher richtig erfasst, nur lässt es sich nicht auf die atomdebatte übertragen.
ciao und nichts für ungut!
Julian
Okomentovat